CONNECTING CITIES: URBAN REFLECTIONS

Event
CONNECTING CITIES: URBAN REFLECTIONS
Beginn
11. September 2014
Ende
14. September 2014
Sprache:
Deutsch
Cost
Eintritt frei

Adresse

Supermarkt
Phone
(+49) 30-609 875 905
Address
Supermarkt, Brunnenstrasse 64, 13355 Berlin
Kategorie:
,
Aktualisiert:
15.Juli 2014

Connecting_Cities_Kulturfestival_web

CONNECTING CITIES: URBAN REFLECTIONS

Mit welchen künstlerischen Szenarien & Strategien können Medienfassaden und urbane Screens ein Forum zur kreativen Mitgestaltung des Stadtraums bereitstellen? Die nördliche Brunnenstrasse wird im Rahmen des Kulturfestivals Wedding-Moabit zu einem Boulevard der Projektionen und Prototypen.

LICHTPARCOURS

Im Rahmen des Wedding-Moabit Festivals verwandeln sich vom 11.-14. September 2014 die Schaufenster entlang der Brunnenstraße in einen Licht- und Projektionsparcours. CONNECTING CITIES bringt das Brunnenviertel zum Leuchten! Die Schaufenster zwischen dem Supermarkt und Public Art Lab werden zu einem Ort der interkulturellen Begegnungen und der Gemeinschaftsbildung. Die Ladenschaufenster werden zu interaktiven Medienschaufenstern und laden die Passanten und Bewohner dazu ein mitzumachen und in ortsspezifische künstlerischen Szenarien das Brunnenviertel mitzugestalten. Gezeigt werden die Connecting Cities Projekte ( Occupy the Screen, Smart Citizen Sentiment Dashboard , Urban Alphabet, Human Beeing ), sowie Arbeiten der Lichtpiraten, Public Art Lab und dem Quartiersmanagement Brunnenstraße und Videoprogramme von Screen City und Videospread.

· Telematische Begegnungen:
Occupy the Screen von Paul Sermon und Charlotte Gould
In ihrem Projekt, ‚Occupy the Screen’, wird der Screen zu einem Ort der telematischen Begegnung. Die Künstler Paul Sermon und Charlotte Gould nutzen den Screen als Flächen, auf welcher sich die Passanten wiederfinden und zugleich mit einer anderen Stadt verbunden sind. Es spielen sich spontane Interaktionen ab, wobei sich die Protagonisten an jeweils weit voneinander gelegenen Orten befinden. Mit den Technologien des Videotracking und der Gesichtserkennung entstehen Szenarien auf einer Projektionsfläche, die zur Beteiligung einladen. Das Projekt bietet dadurch öffentlichen Interaktionen mit sozio-kulturellem und politischem Kontext auf spielerischer Art eine Bühne im Spannungsfeld zwischen Überwachungskameras und sozialer Raumaneignung.

· Urban Screens als Gemeinschafts-Plattformen
Smart Citizen Sentiment Dashboard von Moritz Behrens und Nina Valkanova
Mit ihrem neuen Projekt ‚Smart Citizen Sentiment Dashboard’ erarbeiten die Künstler Moritz Behrens und Nina Valkanova zusammen mit Stadtbewohnern in Workshops Fragen, wie ‚Fühlst du dich sicher in deiner Stadt’, um Denkanstöße zu geben sowie Unterschiede wie auch Gemeinsamkeiten deutlich zu machen. Ein interaktiver Terminal lädt Passanten zum Abstimmen ein und macht ihre Emotionen in Bezug auf den Ort bzw. ihre Stadt sichtbar. Die Medienfassade wird zu einem partizipativen Ort der Begegnung, auf der Stadtbewohner ihrer Meinung in Echtzeit äußern, um in einen gemeinsamen Diskurs über die Qualität ihres urbanen Lebens einzusteigen.

· Mobile Maker-Labs
Urban Alphabet von Suse Miessner
Suse Miessner konzentriert sich mit ihrem Projekt ‚Urban Alphabets’ auf die kollektive Erstellung der typographischen Identität einer Stadt. Jeder Stadtbewohner kann sich die speziell entwickelte Smartphone-App der Künstlerin herunterladen und zu seinem Stadt-Alphabet beitragen, indem er Zeichen und Aussagen im Stadtraum ab-fotografiert. Die App wandelt diese in Buchstaben um und lädt sie auf eine Plattform hoch. So entsteht nach und nach eine online Datenbank die sich kontinuierlich erweitert und den wandelnden Charakter der Stadt oder des Bezirks widerspiegelt. ‚Urban Alphabet’ lenkt den Blick der Bürger auf ihre physische Umgebung und lädt sie zum aktiven Mitgestalten ein. Die typographischen Elemente werden im physischen Raum gesammelt, im digitalen Raum kategorisiert und können später zum Versenden von Postkarten zwischen dem Wedding und der europäischen Kulturhauptstadt Riga genutzt werden.

· Natur und Stadt im Dialog
Human Beeing von The Constitute
‚Human Beeing’ verfolgt das fleißige Treiben der Bienen im Detail. Gemeinsam mit Imkern werden in Workshops Schüler unterrichtet und zusammen Bienenstöcke errichtet. Diese Bienenstöcke sind Miniaturversionen der Häuserfassaden auf die später projiziert wird. Über den Sommer bauen die Bienen fleißig ihre Waben und bleiben dabei nicht unbeobachtet. Das Künstlerkollektiv The Constitute verfolgt den Arbeitsprozess der Bienen mit fest installierten Kameras und regelmäßigen Workshops, um so als Mediatoren in einen Dialog zwischen Stadtbewohner und ihrer Natur zu treten. Die Mikrowelt der Bienen wird anschließend überdimensional auf Häuserfassaden übertragen. Somit eröffnet sich das feingliedrige System der Bienen für ein breites Publikum. Das Projekt bietet die Kollaboration zwischen Natur, den Bewohnern und ästhetischen Praktiken an.

SYMPOSIUM UND WORKSHOPS
Gemeinsam mit dem SUPERMARKT veranstaltet Public Art Lab ein begleitendes Symposium und Workshop Programm. Die eingeladenen Referenten thematisieren in Talks, Lectures, Workshops, Keynotes und Podiumsdiskussionen die Rolle von langfristiger Gemeinschaftsbildung in der Entwicklung von adäquaten künstlerischen Szenarien im urbanen Raum. Dabei bewegt sich der Fokus im Kontext von Connecting Cities ‚Participatory City 2014’ mit dem besonderen Fokus auf lokaler Community-Bildung durch vernetzte Medienkunst am Beispiel des Weddinger Brunnenkiez. Im Vordergrund stehen also Fragen wie: Welches kommunikative und gemeinschaftsbildende Potential haben urbane Medienfassaden, die eine Schnittstelle bzw. eine Plattform zwischen dem urbanen Raum und der digitalen Welt darstellen? Wie kann Kommunikation im öffentlichen Raum katalysiert werden und wie gestaltet in diesem Zusammenspiel Wedding den öffentlichen Diskurs von Berlin? Welche kollektive Erfahrungen bietet das Stadtbewohnern und Passanten? Wie kann mit interaktiven künstlerischen Szenarien eine Beziehung zu anderen Orten und seinen Bewohnern aufgebaut werden?

Mehr Infos auf:
www.connectingcities.net
www.publicartlab.org

Connecting Cities wird vom Kulturprogramm 2007-13 der Europäischen Union gefördert.


SOCIALIZE

Für Newsletter anmelden